Am vergangenen Mittwochabend musste sich unsere Admira im Achtelfinale des VFV-Cups den SCR Altach Juniors mit 2:4 geschlagen geben. Das Ergebnis erzählt dabei nur einen Teil der Geschichte: Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte unsere Mannschaft eine richtig starke Leistung und begegnete dem klassenhöheren Gegner auf Augenhöhe. In einer bissigen und emotionalen Partie sorgte besonders die Schlussphase noch einmal für reichlich Gesprächsstoff.
Unsere Admira startete mutig in die Begegnung und hatte bereits in der 4. Minute die erste hochkarätige Möglichkeit. Nach einem Eckball stand Kilian Madlener plötzlich völlig frei vor dem Altacher Torhüter, setzte seinen Abschluss jedoch über das Tor. Wenig später zeigte der Unparteiische nach einem Foul im Strafraum auf den Punkt. Nico Helbock verwandelte den Strafstoß und brachte die Gäste früh mit 0:1 in Führung.
Unsere Mannschaft ließ sich davon aber überhaupt nicht beeindrucken. Nur wenige Minuten später folgte die passende Antwort: Luca Gutschi stellte in der 11. Minute auf 1:1 und belohnte die Admira für einen starken Beginn. In dieser Phase war vom Klassenunterschied kaum etwas zu sehen. Die Admira hielt mit viel Einsatz und aggressivem Zweikampfverhalten dagegen und machte den Altachern das Leben schwer.
In der 18. Minute schlug Helbock allerdings ein zweites Mal zu und brachte die Gäste erneut in Führung. Trotzdem blieb unsere Mannschaft voll im Spiel. Die Begegnung wurde zunehmend bissiger, es gab viele Fouls und Unterbrechungen – und auch der Schiedsrichter rückte im Verlauf der Partie immer stärker in den Mittelpunkt. Mit einem knappen 1:2 ging es schließlich in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel machten sich dann zunehmend die hohe Belastung und die größere Frische der Altacher bemerkbar. Die Gäste wirkten etwas spritziger und konnten sich nun häufiger Vorteile erarbeiten. In der 64. Minute erhöhte Alexandre Mathis Ngwat Mahop auf 1:3.
Richtig bitter wurde es für unsere Admira rund eine Viertelstunde vor Schluss. Unser Kapitän musste verletzungsbedingt vom Feld. Da das Wechselkontingent zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschöpft war, musste unsere Mannschaft die restliche Spielzeit in Unterzahl bestreiten.
Doch aufgegeben wurde nicht. Im Gegenteil: In den letzten Minuten warf die Admira noch einmal alles nach vorne und setzte die Gäste gehörig unter Druck. In der 89. Minute folgte dann die wohl umstrittenste Szene des Abends. Alejandro Dominguez Mora wurde im Altacher Strafraum von hinten getroffen. Der Pfiff ertönte – allerdings entschied der Schiedsrichter nicht auf Strafstoß, sondern auf ein Foulspiel unserer Mannschaft. Eine Entscheidung, die auf und neben dem Platz für großes Unverständnis sorgte. Alejandro suchte anschließend das Gespräch mit dem Unparteiischen, sah dafür die Gelbe Karte und musste nach Gelb-Rot vom Platz.
Damit standen wir plötzlich nur noch mit neun Spielern auf dem Feld. Und trotzdem gab sich die Mannschaft nicht geschlagen. In der Nachspielzeit gab es nach einem weiteren Foul im Strafraum schließlich doch Strafstoß für die Admira. Felix Moosmann übernahm Verantwortung und verkürzte auf 2:3.
Unsere Jungs warfen danach mit zwei Spielern weniger noch einmal alles nach vorne und versuchten tatsächlich noch, die Verlängerung zu erzwingen. Die dadurch entstehenden Räume nutzten die Altacher schließlich im Konter. Berke Halastar erzielte praktisch mit der letzten Aktion das 2:4 und sorgte damit für den Endstand.
Auch wenn das Cup-Abenteuer damit im Achtelfinale endet, darf unsere Mannschaft auf diese Leistung aufbauen. Über weite Strecken konnten wir mit den klassenhöheren Altach Juniors sehr gut mithalten – gerade in der ersten Halbzeit war ein Klassenunterschied kaum erkennbar. Am Ende waren es vor allem die größere Frische und Spritzigkeit der Gäste sowie die schwierigen Umstände in der Schlussphase, die den kleinen Unterschied ausmachten.
Ein bitteres Ausscheiden – aber gleichzeitig eine Leistung, auf die wir trotz der Niederlage stolz sein können.


