Die Admira Dornbirn musste im richtungsweisenden Spitzenspiel gegen den FC Wolfurt eine äußerst bittere 3:4-Heimniederlage hinnehmen. Nach einer frühen 2:0-Führung und der späteren erneuten Führung zum 3:2 stand man am Ende dennoch mit leeren Händen da. Besonders schmerzhaft: Zwei nicht gegebene Elfmeter sowie ein reklamiertes Handspiel vor dem entscheidenden Wolfurter Treffer sorgten zusätzlich für großen Unmut auf Seiten der Blau-Weißen.
Die Admira erwischte einen Traumstart in die Partie. Bereits in der 4. Minute nutzte Felix Moosmann einen Fehler des gegnerischen Torhüters eiskalt aus und brachte die Hausherren früh mit 1:0 in Führung. Die Admira blieb tonangebend und legte in der 21. Minute nach. Alexander Huber wurde herrlich in die Tiefe geschickt und vollendete sehenswert zum 2:0.
Zu diesem Zeitpunkt schien die Admira alles im Griff zu haben. Mehrmals bot sich die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen und das Spiel frühzeitig in die gewünschte Richtung zu lenken. Doch genau dieser dritte Treffer wollte nicht fallen. Stattdessen kamen die Gäste mit ihrer ersten gefährlichen Aktion nach einem Standard zum Anschlusstreffer (27.). Nur wenige Minuten später gelang Wolfurt sogar der Ausgleich zum 2:2. Ein Spiel, das die Admira bis dahin kontrolliert hatte, war plötzlich wieder völlig offen.
Nach der Pause zeigte die Mannschaft von Trainer Herwig Klocker die richtige Reaktion. In der 59. Minute setzte Alexander Huber Felix Moosmann erneut perfekt in Szene, und dieser stellte mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 3:2.
Doch die Freude hielt nicht lange. Wolfurt glich nur eine Minute später zum 3:3 aus und drehte die Partie wenig später mit einem sehenswerten Treffer zum 3:4. Besonders bitter aus Admira-Sicht: Vor dem vierten Treffer reklamierten die Hausherren ein Handspiel der Gäste, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen.
Auch darüber hinaus fühlte sich die Admira um mögliche Strafstöße gebracht. Gleich zweimal blieb nach umstrittenen Szenen im Wolfurter Strafraum die Pfeife des Unparteiischen stumm. Vor allem in der Schlussphase drängte die Admira auf den Ausgleich und warf nochmals alles nach vorne. Martin Brunold hatte per Kopf eine gute Gelegenheit, weitere Chancen blieben jedoch ungenutzt.
So steht am Ende eine Niederlage, die besonders weh tut. Nicht nur aufgrund der Tabellensituation, sondern vor allem wegen des Spielverlaufs. Die Admira hatte die Möglichkeit, bei einer 2:0-Führung früh den Deckel draufzumachen, ließ diese Chance jedoch ungenutzt. Gleichzeitig fehlte in den entscheidenden Momenten auch das nötige Spielglück.
Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war bei Spielern, Trainern und Fans spürbar. Zu viel hatte die Admira investiert, zu lange hatte man die Partie im Griff, um am Ende dennoch mit leeren Händen dazustehen. Doch Jammern hilft nicht weiter: Bereits am kommenden Mittwoch bietet sich gegen den FC Nenzing die nächste Gelegenheit, zurückzuschlagen. Die Admira wird alles daran setzen, eine Antwort auf diese bittere Niederlage zu geben und wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.


